Monika Hagn – Im Spiegel des Lebens

€10.90

Taschenbuch, 186  Seiten
ISBN: 978-3-944648-54-5
Preis: 10,90 Euro inkl. MwSt., zuzüglich Versand

Produktbeschreibung

Taschenbuch, 186  Seiten
ISBN: 978-3-944648-54-5
Preis: 10,90 Euro inkl. MwSt., zuzüglich Versand

 

Was gibt Menschen die Kraft, das Wertvollste und Wichtigste in ihrem Leben loszulassen und völlig neu anzufangen? Ohne dabei zu wissen, wie es weitergeht und ohne die Art von Sicherheit, nach der sich jeder von uns in so einer Situation sehnt?
Aufbauend auf ihren eigenen Lebenerfahrungen begleitet die Autorin Monika Hagn, Geistheilerin, Trainerin, Coach und Mutter, den Leser auf eine Reise durch die vielfältigen Facetten des Lebens, welche letztlich nichts anderes sind als Spiegel des eigenen Erkennens. In einer offenherzigen und wunderbar klaren Sprache bringt sie dem Leser ihre Erkenntnisse näher, die vor allem Frauen Mut machen, einen ebenso offenen und klaren Blick in den eigenen Spiegel des Lebens zu wagen. Aber auch Männer, die einfach nur neugierig sind, wird dieses Buch ansprechen. Denn möglicherweise kommen sie zu dem Ergebnis, dass sich das Spiegelbild von Frauen gar nicht so sehr von ihrem eigenen Spiegelbild unterscheidet und dass sie viele Situationen einfach nur um 180° seitenverkehrt erleben als Frauen. Macht vielleicht genau dieser Spiegeleffekt das Miteinander zwischen Männern und Frauen in der Partnerschaft und im Beruf so kompliziert?

 

Vorwort

Lieber Leser, liebe Leserin,
lieber Freund, liebe Freundin auf deiner Lebensreise,

vieles ist geschehen seit der Veröffentlichung meines ersten Buches. Vieles, was mich noch weiter hat eintauchen lassen in unterschiedlichste Lebensthemen, ins Leben selbst. Führte mich weiter auf dem Weg meiner Erfahrungen und nahm mich immer wieder völlig in Anspruch. Es zeigte mir neue Hintergründe, völlig ungewöhnliche, spannende, neue Aspekte des Seins. Einerseits eine große Herausforderung für mich, in dessen Bezug ich mich oft kopfschüttelnd gefragt habe, warum ich wohl vor Beginn dieses Lebens beim Aushandeln meines Seelenvertrages so über die Maßen „Hier“ geschrien haben mußte. Vielleicht, um möglichst viel an Bewusstwerdung in diese Lebensspanne hineinzupacken, wer weiß.
Andererseits scheint das Warum immer klarer zu werden und in eine bestimmte Richtung zu zeigen. Es sieht so aus, als wäre es meine Aufgabe, meine Erfahrung, meine Liebe und meine Kraft an die Menschen weiterzugeben und so helfen zu dürfen, wo es nötig ist. Natürlich ist mir vollkommen klar, dass ich das nur ganz authentisch tun kann, wenn ich selbst durch viele intensive Situationen gegangen bin. Und in diesem Kontext nicht nur theoretisches Verständnis der Situation angesammelt habe, sondern das Wissen dessen, wie es sich „anfühlt“, in mir trage. Für ein wirkliches Verstehen ist wohl dieses Durchleben und manchmal auch Durchleiden wichtig und grundlegend, weil nur das Wissen darüber, die reine Theorie, vielleicht ein Anwachsen meiner gespeicherten Daten im Kopf zur Folge gehabt hätte, niemals aber ein Erkennen in solch gravierendem Ausmaß hätte auslösen können. Ein Erkennen, welches sich mittlerweile in wachsender Gelassenheit, innerer Ruhe und vor allem Zuversicht gepaart mit Gottvertrauen ausdrückt. Darüber bin ich zutiefst dankbar. Schon allein deshalb, weil ich weiß, dass dieser Zustand nicht einfach mit einem Fingerschnippen in mein Leben kam.

Nun sitze ich wieder einmal vor meinem PC und verdrehe die Augen, weil mich ein altes Thema eingeholt hat. Obwohl ich so sehr gehofft hatte, dass es mich nun nicht mehr treffen würde, dass ich es quasi überstanden hätte. Was für ein Trugschluss. Vielleicht hatte ich auch nur die Augen vor der Möglichkeit zugemacht. Eigentlich könnte ich schon fast sagen, es ist „mein“ Thema, so oft wie ich es in diesem Leben bereits durchexerziert habe. Loslassen, immer wieder loslassen. Abgesehen von der Notwendigkeit, die mir natürlich sehr bewusst ist, nervt es mich. Ich kann es nicht mehr hören, und schon gar nicht mehr mag ich es fühlen.

Es geht jedes Mal so tief und ist kaum auszuhalten. Aber das erlebe ja nicht nur ich … Wobei, wenn ich es ehrlich betrachte, war es von einem Mal zum anderen irgendwie leichter auszuhalten. So, als ob ich in meiner Kraft und Stärke durch das „Erleben“ immer mehr aufgebaut würde. Jedenfalls entwickelt sich in mir etwas weiter. Etwas, das mir vor einigen Jahren noch zahlreiche schlaflose Nächte, Magen-
krämpfe und Heulattacken beschert hatte. Ja, zugegeben, es berührt mich nach wie vor emotional sehr tief, aber die Dramatik scheint sich zu verflüchtigen. So, als ob die Luft raus wäre … Dabei bin ich im Laufe der letzten Jahre nicht nur einmal durch die Hölle gegangen. Ich musste meine Kinder loslassen, Partner, Liebgewordenes, Heimat, Freunde, Job, Geld, Sicherheit, Familie, Stabilität, Gewohntes und zuletzt auch vieles, was ich über mich selbst dachte.
Die Loslassprozesse steigerten sich, wurden mehr und es kam immer etwas dazu, was ich wiederum loslassen sollte. Als ich innerhalb kürzester Zeit fast alles losgelassen hatte, was möglich war, fand ich mich an einem Ort in mir wieder, den ich wohl sonst niemals bewusst und willentlich aufgesucht hätte. Es war der tiefste, dunkelste Ort, den ich mir überhaupt hatte vorstellen können. Dort war einfach gar nichts mehr … völlige Leere. Weder ein Gefühl, noch irgendetwas, auf das ich hätte zurückgreifen können. Nichts, woran ich mich hätte ausrichten oder einen Halt hätte finden können. Ich war allein, völlig auf mich gestellt, mit so gut wie niemandem in der Nähe, der mir hätte zu diesem Zeitpunkt helfen können, bis auf einen einzigen Menschen, mich. Zumindest hatte ich um mich herum nichts mehr erkennen können. Die Tiefe der Emotionen hat mich erschüttert und so lange durchgerüttelt, bis ich diesen Zustand nicht mehr akzeptieren und tragen wollte.

Ab dieser Minute begann sich das entstandene Vakuum wieder zu füllen. Ich musste buchstäblich dort ganz unten ankommen, um wieder völlig neu und ohne Altlasten beginnen zu können. Mit der wunderbaren Erkenntnis im Gepäck, dass es immer einen Weg gibt, wenn ich selbst dazu bereit bin. Solange ich herumgejammert und mich selbst bemitleidet hatte, solange mir die Wichtigkeit der Selbstverantwortung für mein Leben nicht bewusst gewesen war, führte der Weg immer weiter hinab, immer tiefer in meine tiefsten und schlimmsten Erfahrungen. Es war letztendlich für mich ein tiefer spiritueller Erkenntnisweg und ich bin heute dankbar dafür. So schmerzhaft er auch war.

Aufbauend auf diesen neuen Erkenntnissen, entstand dieses Buch, mein zweites, nach einer gefühlt endlos langen Zeit des erneuten „Erfahrungsammelns“.

In diesem Buch werde ich dich wieder, wie bereits in meinem ersten Buch „Wege zu Dir“, mit einem persönlichen Du ansprechen und hoffe, du bist damit einverstanden. Das Gefühl, dass nichts wirklich voneinander getrennt ist, und wir alle zusammen zum Großen Ganzen dieser Welt gehören, aus derselben Quelle entstanden sind, ist der Grund für meine Art der Anrede in diesem Buch.

Von Herz zu Herz
Monika